Sie sind hier: Begriffe. Hügelgräber.

Hügelgräber.

Hügelgrab Alteberg.

Hier ein geöffnetes Hügelgrab am Alteberg.


Hügelgrab Roteberg.

Hier ein geschlossenens Hügelgrab am Roteberg.


Vom Norden her kamen die so genannten Streitaxtleute (vorherige Schnurkeramiker), sie waren noch Jäger und Hirten und besaßen schon Bronzewaffen. Vom Süden kamen die Bandkeramiker. Das war in der frühen Bronzezeit schon ein rechtes Durcheinander. Die Völker werden größer, man sucht Land und Jagdgebiete, das heißt auch Nahrung. Alle dringen bis in unsere Gegenden vor. Kriegerische Auseinandersetzungen bleiben da nicht aus. Wer wann wo lebte wird im Grunde schwer festzustellen sein, da jeder irgendwann einmal hier war und seine Spuren hinterlassen hat. Funde haben wir aus allen Zeiten, von der Steinzeit, den Bandkeramikern und den Schnurkeramikern. Beide sollen ja im Ursprung Keltisch sein und man nennt sie auch die Heunen oder Hühnen, und sie sollen wahrscheinlich die großen Hügelgräber angelegt haben. Dann in der Bronzezeit geht man von den Hügelgräbern auf die Urnenfelder- Bestattung über. Auch da Funde. Danach die Hallstattleute, erste Eisengeräte und Waffen (800-400 v. Chr.) Frühlatenezeit.

Es wurde also schon gefährlicher, die Befestigungen mussten stärker werden, man schloss sich zu größeren Gemeinschaften zusammen, bildete Gaue, um sich gegenseitig zu helfen. Diese Zusammenschlüsse waren dann auch die Stämme. Durch das viele Hin und Her entwickelten sich Straßen und Wege, die nicht nur von wandernden Stämmen sondern auch von Händlern genutzt wurden. Sie trieben schon zwischen den Stämmen Tauschhandel mit Geräten und Waffen. An diesen Wegen entstehen auch die ersten Siedlungen und auch automatisch die Totenbestattungen. Hier meinen wir speziell die Hügelgräber. Es waren aber wohl nur Reiche oder Hochgestellte, denen man solche Grabhügel baute und denen man für das Leben bei den Göttern Beigaben in das Grab legte. Diese Handels- und Heerwege verliefen hauptsächlich auf den Höhen, damit in den Regenzeiten die Wege noch passierbar blieben, und in alter Zeit waren auch wohl die Niederungen zu sumpfig. Vom Rhein- Main- Gebiet durch die fruchtbare Wetterau ziehen die Wege ins Thüringer Land und weiter. Solche Straßen kamen z.B. an der rechten Niddaseite aus der Wetterau über Ober- Widdersheim, Ufa, Alte Berg, Betzenrod und weiter über den Vogelsberg. Auch an der linken Niddaseite, von Frankfurt kommend, die Zwiefalter Straße über Nidda, Rote Berg, Zwiefalten (heute Kirschberg genannt) weiter durch den Oberwald Richtung Fulda. Dazu kamen noch später so genannte Talrandstraßen. Da ist die von Staden über Nidda kommende Talstraße durch Eichelsdorf, Furt durch die Eichel in der Schlaggasse, den Kirchberg hoch (Eschenröder Landstraße), Auerberg, Wildhauskopf bei Eschenrod (dort übrigens eine 90 x 120 m große ovale Befestigungsanlage), Gackerstein zum Oberwald und damit auf die linke Höhenstraße nach Fulda.

An der Höhenstraße im Alte Berg und auch im Buchwald/Roteberg liegen eine ganze Reihe Hügelgräber. Zum Teil waren sie früher schon ausgeraubt, z.T. aber wurden sie 1921 auch geöffnet. Grabbeigaben sowie auch andere Funde liegen z.T. im Heimatmuseum in Schotten, teils auch in anderen Museen. Funde aus der Gemarkung sind außer den Grabbeigaben auch Steinbeile, Faustkeile aus der Steinzeit und aus der Bronzezeit Sichel, Schmuck, Geräte und viele Kleinteile.

Textausschnitt aus der Seite Chronik. Frühgeschichte.

Von Bruno Plitzkow.


Alle Inhalte dieser Internetseite unterliegen dem Copyright. Beachten Sie das Impressum.

Nach oben

Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics