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Geschichte im zeitlichen Ablauf.

1187
Erste Urkundliche Erwähnung Eichelsdorfs (Eigelesdorph) in einer Urkunde der Johanniter.

1300
Bau der Kirche.

1528
Einführung der Reformation. Erster Pfarrer: Vulffgangus. Nachfolger: Samuel Biedenkapp

1596
Der erste Einwohner unseres Dorfes, der dem Chronikschreiber begegnete hieß: Bernhard Jüngling. Am 10. September des vorgenannten Jahres kaufte er von dem Schultheiß und Oberförster Hanns Sauer zu Stornfels das Gut von Reinhausen.

1612
Der erste namentlich genannte Schulmeister. Johannes Wilhelm.

12.06.1622
Marschiert der tolle Christian von Schotten über Eichelsdorf nach Nidda. Bei seinem Durchmarsch verüben er und sein Gefolge viele Grausamkeiten wie Folter, Vergewaltigungen, Diebstahl, Brandstiftungen, Erpressung, Entführungen und Morde.

1629
Gibt es die erste vorliegende Steuerliste. In ihr werden 24 Ackerleute mit 33 Pferden, 52 Ackerleute ohne Vieh für die Feldarbeit, 11 Witwen, 1 Unmündige und 3 Freie Personen, also 91 Personen erwähnt.

19.09.1657
Auf dem Dachboden der Kirche hat der gottlose Schulmeister Hermann Kummer Tabak getrocknet. Beim Aufhängen des Tabaks haben seine Dienstboten geraucht oder Licht (damals Kerze oder Öllampe) angehabt und dabei ist die Kirche in Brannt geraten und hat das Gebälk, die Glocke und Chorgewölbe zerstört.

1767
Die erste große Auswanderung. (Gründung von: Jagodnaja Poljana; durch den Fleiß der Ansiedler bald blühende Wolgakolonie).

03.06.1826
Schweres Unwetter im Eicheltal. Bei dem Unwetter sterben 27 Personen. Gegen 17 Uhr ziehen drohende Gewitterwolken herauf. Es wird Nacht. Grelle Blitze durchbrechen das Dunkel. Des Himmels Schleusen öffnen sich und werfen in der Umgebung des Bilsteins Wassermassen nieder, wie sie in dieser Stärke nie beobachtet wurden. Fast zwei Stunden wütet das Unwetter. Die Eichel ist zum rauschenden Strom angewachsen, der das enge Tal füllt, Bäume entwurzelt und alles niederreißt, was seinen ungestümen Weg hemmt. (Siehe Chronik 2, Band 3)

1833/1834
Bau der Hauptstrasse. Heute B 455.

1845
Die erste Brücke über die Nidda wird gebaut. (Eichelstrasse) Jetzt musste man nicht mehr durch die Furt Kätzerbach.

1849
Mitte der vierziger Jahre durch Missernte ein großes Elend.

1870-1871
Krieg gegen Frankreich. Als Erinnerung steht ein Denkmal mit Hindenburg-Baum (Kastanie) und Bismark-Eiche (Hitler-Eiche?) für die 19 Teilnehmer (von den 19 ist einer gefallen) des Feldzuges in Frankreich an der Eichelstrasse.

1871
Unser Heimatdorf erhält eine zweite Schulklasse; da kein Platz im alten Schulhause, kommt die Unterklasse in das untere Stockwerk der alten Oberförsterei (Borngasse: Anwesen Heinrich Schmidtberger).

1876
Gründung des Männergesangverein "Eintracht". Gesangverein von 1980.

1879
Planung der Bahnstrecke Nidda-Schotten.

1881
Eröffnung des Sägewerkes Himmelsbach auf dem Gelände der heutigen Maria Soell. Das Sägewerk wurde 1920 wegen Platzmangel nach Nidda verlegt. Heute ist dort die Firma Pfleiderer.

26.05.1888
Erste Fahrt der Eisenbahn. Bilder und ein Video der Bahn gibt es auf der Seite Eisenbahn.

1895
Im August wird die neue Schule eingeweiht; errichtet ist sie auf Grund und Boden der abgerissenen und nach Wingershausen verkauften alten Schule. Das Gebäude heute.

1898
Bau der Brücken über die Eichelbach. beim Pfarrhaus (K204 Eichelstrasse-Eichelstrasse) und bei der Herrenscheuer. (Eichelstrasse-Schlaggasse)

1904
Über die Dicke Eiche ist im Verzeichnis "Bemerkenswerte Bäume in Hessen" vermerkt: 10,20m Schaftlänge des Stammes, mittlerer Durchmesser 1,86m, Krone 20m breit, Höhe des Baumes 35m, Rauminhalt 65m3, Alter 700-800 Jahre. Die dicke Eiche ist ein Naturdenkmal das langsam zerfällt. Der Baum, oder besser, das was von ihm übrig ist, steht im Buchwald. Dicke Eiche.

1913
Das erste elektrische Licht kommt nach Eichelsdorf.

1914-1918
1. Weltkrieg. In dem Krieg fallen 52 Eichelsdörfer und viele waren noch lange in Gefangenschaft. Als Erinnerung steht an der Nidda ein Denkmal. (1914-1918 und 1939-1945) Früher gab es hier ein Denkmal für die Gefallenen von 1914-18 mit einem Löwen obenauf. 1959 wurde es umgebaut, um die Namen der Toten des 2. Krieges aufzunehmen. Der Löwe steht jetzt auf dem Schulhof.

1922
Gründung des Fussballvereins Viktoria Eichelsdorf.

1923/1924
Am Kuhtrieb (Grillplatz) und am Eichköppel (Gebiet Drachenloch) werden Steinbrüche eröffnet. Schliessung Ende der 20er Jahre. Der Steinbruch heute.

1925
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1926
Renovierung der Schule.

01.05.1933
Einweihung des Adolf Hitler Steins an dem Kriegerdenkmal von 1870-71 an der Eichelstrasse. Nach Kriegsende als die Amis kamen hat man ihn eilig in die Eichelbach gewälzt, wo er noch einige Jahre mit der Schrift nach oben zu sehen war.

1939-1945
2. Weltkrieg. Als Erinnerung steht an der Nidda ein Denkmal (1914-1918 und 1939-1945). Auf dem Denkmal stehen 78 Gefallene. Mitgerechnet sind die gefallenen Heimatvertriebenen, aber nicht die Toten der Flucht.

01.01.1946
Der Sportverein 1946 Eichelsdorf e.V. wird unter der Leitung von Heiner Alt in der Gastwirtschaft Möser gegründet.

1949
Emrich baut seine Garage bei der Furt Kätzerbach, die damit verschwindet. Die Kätzerbach war früher ein kleiner Brunnen an dem Steg über die Nidda (Göbelsgasse- Zur Köhlermühle). Im 16. Jh. gab es hier schon einen Steg für die Fussgänger, wobei die Fahrzeuge die Nidda noch durch die Furt durchfahren mussten.

16.10.1955
Renovierung und Umbau der Schule. Ein neuer Saal wird im Pavillon Stil gebaut und aus 3 kleinen Räumen im Hauptgebäude werden 2 grosse.

1956
Das Backhaus beim Pfarrhaus (Brandesgasse) wird abgerissen.

30.05.1959
Einweihung des Sportplatzes auf der Eselwiese. Die Sondermannschaft.

05.10.1959
Die Herrenscheuer wird abgerissen. (Schlaggasse)

27.11.1959
Letzte Fahrt der Eisenbahn nach Schotten.

09.07.1962
Einweihung des Kinderspielplatzes in der Motzengasse.

1962
Die Brücken bei der Köhlermühle (Zur Köhlermühle-Frankenstrasse) und bei der Stockmühle (Brandesgasse-Frankenstrasse) über die Nidda werden gebaut.

30.-31.07.1965
Über Schotten, das Niddatal und weite Teile des Vogelsberges ergossen sich in der Nacht vom Freitag auf Samstag und am Samstagmorgen wolkenbruchartige Regenfälle. Über Schotten wurden 40,8 Ltr. Regen auf den qm, anderenorts wurden sogar bis zu 57,7 Ltr. registriert. (Siehe Chronik 2, Band 4)

21.-22.07.1966
In der Nacht zum Freitag und am Freitagmorgen 21.-22.07. gingen über dem Hohen Vogelsberg und dem Gebiet der Stadt Schotten starke, anhaltende Regenfälle nieder, die die Nidda zu einem reißenden, breiten Fluss ansteigen ließen. Die Bundesstraße zwischen Rainrod und Eichelsdorf sowie zwischen Unter- Schmitten und Kohden wurde ebenfalls an verschiedenen Stellen von dem niedergehenden Regen überschwemmt. (Siehe Chronik 2, Band 5)

27.08.1966
Einweihung des Bürgerhauses in der Eichelstrasse.

29.12.1966
Eichelsdorf ist anerkannter Erholungsort.

23.-24.12.1967
Durch die plötzlich auftretende Schnee- und Eisschmelze sowie durch die starken, zum Teil wolkenbruchartigen Regenfälle im Gebiet des Hohen Vogelsberges haben sich in der Nacht vom 23. Dezember auf 24. Dezember 1967 riesige Wassermassen vom Berg zu Tal bewegt und weite Gebiete im Eichel- und Niddatal überschwemmt. Es war die schwerste Hochwasserkatastrophe seit 20 Jahren (1947 Martinimarkt). Pegel Ober-Schmitten 2,40 m. (Siehe Chronik 2, Band 6). Bild der Wassermarke an dem Sockel der Schule.

1969
Hochwasser im Nidda- und Eicheltal. Teile der Bevölkerung wurden in Alarmbereitschaft versetzt. (Siehe Chronik 2, Band 8)

1972
Bau des Hochbehälters auf dem Weinberg.

01.08.1972
Eichelsdorf wird zur Großgemeinde angegliedert.

06.10.1972
In der Nacht zum 6. Oktober brach bei einer Papierverarbeitenden Firma ein Feuer aus. Dabei wurden eine Papierdruckmaschine, Gummiwalzen und Druckwalzen von elektrischen Anlagen beschädigt. (Siehe Chronik 2, Band 10)

1974
Baubeginn des Kindergartens nahe dem Bürgerhaus.

03.07.1974
In das Bett der Eichel werden Staustufen eingebaut, um den Wasserstand zu verbessern.

21.08.1974
Erster Spatenstich für Kleingolfanlage.

14.10.1974
Der Kindergarten wird eingeweiht.

03.-04.11.1977
Überschwemmung der Eichel. Pegel Ober-Schmitten 2,26 m.

24.11.1984
Durch einen Sturm wird das Kirchendach stark beschädigt.

1985
Das Dach der Schule wird instandgesetzt und mit Schiefernplatten eingedeckt. 1 Jahr später erfolgte die Sanierung der Aussenfassade. Pausenhof.

26.11.1990
Offizielle Übergabe der neuen Trauerhalle am Friedhof.

27.11.1991
Das Bürgerhausdach wird durch einen Brannt beschädigt.

1992
Einweihung des umgebauten Bürgerhauses.

04.06.1992
Einweihung des zweiten Sportplatzes hinter dem Kindergarten.

01.07.1995
Jubiläumsfest zum 100 jährigen bestehen des Schulgebäudes.

1996
Das alte Pfarrhaus wird abgerissen und das neue Pfarrhaus gebaut.

08.05.1998
Gründung des FSG Ober-Eichel-Rain. Heute: FSG Oberschmitten-Eichelsdorf.

04.2009
Beginn der Arbeiten für die Erstellung eines Wasserrückhaltebeckens an der Eichelbach.
Bild vom 17.04.2010

03.05.2011
Offizielle Einweihung des Wasserrückhaltebeckens an der Eichelbach.
Siehe Video auf Facebook.
Bild vom 09.07.2011

22.06.2011
Schließung der Grundschule.



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